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Dieser Artikel erläutert körperliche Übungen und Behandlungen des Körpers, welche auch psychische Auswirkungen haben können; der Artikel Körperpsychotherapie erläutert Psychotherapiemethoden, in denen Körpererfahrungen wesentliches Element der psychotherapeutischen Behandlung sind. Die Grenzen zwischen Körperpsychotherapie und Körpertherapie sind nicht eindeutig. Bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts bezeichneten sich viele Körperpsychotherapeuten als Körpertherapeuten.

Unter Körpertherapie werden Therapieansätze verstanden, die davon ausgehen, dass Lebenskrisen und Traumata, aber auch ungelebte Möglichkeiten und Ressourcen körperlich verankert sind und damit auch über den Körper angesprochen und bearbeitet werden können. Meist ist das Ziel der Behandlung die Bewältigung und Aufarbeitung von psychosomatischen Beschwerden, Unterstützung des Klienten im Umgang mit sich selbst, oder Hilfe zur Selbstentwicklung und Selbstfindung.

Hierbei geht der Körpertherapeut von der Annahme aus, dass die Kraft nicht ausgedrückter Gefühle in Form von körperlichem Unwohlsein bis hin zur Krankheit, sowohl körperlich als auch seelisch, im Körperbewusstsein bleibt. Dabei bedient er sich verschiedener Methoden wie etwa Lauftherapie, Rolfing, Rebalancing, Polarity oder Rebirthing. Diese Techniken werden zum Teil ergänzt durch Anleihen aus der Gestalttherapie nach Fritz Perls, dem Voice Dialogue, der Personalen Integration, der Arbeit mit dem inneren Kind sowie Meditation.

Die Berufsbezeichnung Körpertherapeut und auch Körpertherapie sind in Deutschland und der Schweiz nicht geschützt. Körpertherapie als Selbsterfahrung und als Instrument zur Selbstentwicklung unterliegt keiner Beschränkung der Ausübung.

In Deutschland dürfen Körpertherapien oder Körperpsychotherapien als heilende (Krankheits)behandlung nur von Ärzten, Psychologischen Psychotherapeuten und Heilpraktikern angewendet werden. Es gilt hierfür das Psychotherapeutengesetz und das Heilpraktikergesetz. Nach dem Psychotherapeutengesetz sind nur Ärzte mit Psychotherapie-Weiterbildung (inklusive Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie), Psychologischen Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten berechtigt, Heilkunde auszuüben. Nach dem Heilpraktikergesetz wird dazu auch Heilpraktikern die Erlaubnis erteilt. Ausübung der Heilkunde im Sinne dieser Gesetze meint jede Tätigkeit zur Feststellung, Linderung und Heilung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen. Heilpraktiker dürfen Psychotherapie ausüben, allerdings nicht unter der Berufsbezeichnung Psychotherapeut. Das ist etwas paradox, aber gesetzlich so festgelegt. Diese Berufsbezeichnung bleibt Personengruppen, die unter das Psychotherapeutengesetz fallen, vorbehalten.

In der Schweiz wird Körpertherapie von Heilpraktikern und Therapeuten der Komplementärmedizin angewandt. Jeder Kanton hat diesbezüglich eine eigene Gesetzgebung.

Quelle: Wikipedia

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